Was ist das SINUS Projekt?


Die Hauptschule an der Wasserbank aus Recklinghausen nimmt seit anderthalb Jahren Jahr am Projekt Sprachförderung im Mathematikunterricht des Sinusprojektes teil. Sinus ist ein Projekt, das nach der Pisastudie 2000 begonnen wurde, um die Fähigkeiten von Schülern im mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterricht zu verbessern und zu erweitern.

Von der Schule an der Wasserbank nehmen Charlotte Königs, Thomas Janssen und Raphael Bruns teil und treffen sich dabei alle zwei Monate mit Kollegen der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule in Recklinghausen, der Erich-Klausener-Realschule in Herten und der Martin-Luther-King-Gesamtschule in Marl und stellen sich gegenseitig neue Ideen und erprobte Materialien zu sprachsensiblem Mathematikunterricht vor.

SINUS.NRW

SINUS ist ein Projekt zur Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts. Es wurde ursprünglich von der Bund-Länderkommission initiiert und wird in der zurzeit laufenden fünften Phase eigenständig durch das Land Nordrhein-Westfalen fortgeführt. Die neue Phase baut auf bisherigen Erfahrungen und Ergebnissen auf und erweitert den Rahmen konsequent in Richtung einer Entwicklung von kompetenzorientierten Unterrichtskonzepten. Zurzeit werden zu verschiedenen Themenschwerpunkten 12 Projekte in Mathematik und in den Naturwissenschaften bearbeitet. Die Ergebnisse dieser Projekte sollen schrittweise bis Ende 2015 veröffentlicht werden.

Aktuelle Ziele der Sinusprojekte

Die Bildungsstandards und die aktuellen Kernlehrpläne formulieren anspruchsvolle Ziele, die durch den mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht erreicht werden sollen. Damit dieses gelingt, ist ein besonderer Blick auf die individuellen Lernprozesse und Lernergebnisse von Schülerinnen und Schülern erforderlich. Schwerpunkte der aktuellen Sinus-Phase liegen deshalb in der Entwicklung von Materialien, die eine schrittweise, konsequente Entwicklung von Schülerkompetenzen ermöglichen.
Eine wesentliche Aufgabe der Sinusprojekte besteht auch darin, innovative und erfolgversprechende fachspezifische Unterrichtskonzeptionen zu entwickeln, dafür Materialien zu erstellen und zu erproben und erfolgreiche Ansätze nachhaltig in der Arbeit schulischer Fachgruppen, aber auch überschulischer Netzwerke zu verankern. Damit wird auch angesprochen: mehr Kooperation und professioneller Diskurs, mehr Offenheit und geteilte Verantwortung, mehr Effektivität und Qualität. Dies ist umso wichtiger in der aktuellen Situation, in der sich wegen einer veränderten Sicht auf Unterricht ein Paradigmenwechsel abzeichnet: Output- und Kompetenzorientierung fordern die Gestaltung kumulativer und individualisierter Lernprozesse, verbunden mit bestimmten Formen der Rechenschaftslegung, z.B. zentralen Prüfungen. Die Verantwortung für Lernergebnisse verschiebt sich dadurch, auch in der subjektiven Wahrnehmung, mehr als bisher auf die unterrichtenden Lehrpersonen. Es ist sinnvoll und auch leichter, diese Verantwortung gemeinsam zu tragen.